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Jung und chronisch krank

_Teilhabe an der Gesellschaft auch für unsere Kinder und jugendlichen Patienten

„Lasset die Kinder zu mir kommen!“ sagt Jesus, als die Jünger Kinder fortschicken wollen.
Chronisch kranke und behinderte Kinder und Jugendliche fallen beim Übergang in das Erwachsenenalter häufi g aus der medizinischen Versorgung heraus. Dies kann ihren Gesundheitszustand langfristig deutlich verschlechtern und in der Folge ihre Chancen auf eine Teilhabe an den gesellschaftlichen Bezügen wie Schule, Berufsausbildung und Freizeitgestaltung vermindern.

Im Kindes- und Jugendalter tragen bisher fachübergreifende  Betreuungskonzepte durch Kinder- und Jugendärzte, Sozialpädiater und Kinder- und Jugendpsychiater dazu bei, dass sich die Patienten trotz aller Einschränkungen möglichst normal entwickeln und die Schule besuchen können.

Doch ab der Pubertät, die oft geprägt ist durch erschwerte Zugänglichkeit und besondere Vulnerabilität, müssen sie den Übergang in die medizinische  Versorgung der Erwachsenen bewältigen. Die Betreuung chronisch kranker und behinderter Jugendlicher in dieser Übergangsphase sei laut Expertenurteil überwiegend mangelhaft.

Sind christliche Ärzte jeder Fachrichtung gut gerüstet für die Versorgung dieser Patientengruppe?

Und ermöglichen die fachübergreifenden Betreuungsangebote heute noch Inklusion und Teilhabe an der Gesellschaft? Oder hat ein schleichendes Sparen auf dem Rücken dieser oft Schwachen mit zunehmender Ausgrenzung eingesetzt, da ihre Behandlung wirtschaftlich nicht attraktiv ist?

Auf der Tagung wollen wir das Problembewusstsein für die Situation schärfen und darüber nachdenken, wie wir in der Nachfolge Jesu seiner Aufforderung nachkommen können, den Blick zu lenken auf junge chronisch kranke und behinderte Menschen, die oft am Rande unserer Gesellschaft stehen, um ihre Entwicklungschancen zu erhalten und zu verbessern, indem wir uns ihnen zuwenden.